„Der Biograf seines Vaters“ / Interview auf dem Blog „Bettinas Welt“

1. Was treibt dich an?

Ich habe eine Aufgabe: Ich zeichne auf, was die letzten lebenden Zeitzeugen der NS-Zeit zu sagen haben. Das bedarf der Sorgfalt, der Sensibilität, aber auch der Eile.

2. Was blockiert dich?

Finanzielle Sorgen.

3. Wie fühlst du dich, wenn du ein Projekt beendet hast?

„Je ernsthafter und zeitlich anspruchsvoller die sinngebende Lebenstätigkeit ist,

desto entsetzlicher ist die Leere, die auf sie folgt.“

(Václav Havel an seine Ehefrau Olga, 15. August 1981)

Mehr auf: http://www.bettinalippenberger.de/2017/07/01/interview-detlef-m-plaisier/

„Vielfalt an der Mühle“ / General-Anzeiger, 26. Juni 2017

Bei der Mühle Hahnentange gibt es wieder einen Handwerker- und Trödlermarkt. Detlef M. Plaisier, Sprecher des Mühlenvereins, erklärt im GA-Interview, was die Besucher erwartet.

General-Anzeiger: Dieses Jahr findet am Sonntag, 2. Juli, wieder der Handwerker- und Trödlermarkt bei der Mühle Hahnentange statt. Was wird den Besuchern geboten?

Detlef M. Plaisier: Es werden an Ständen von privaten Hobbyhandwerkern unter anderem Bilder, Schmuck und Taschen verkauft. Des Weiteren lässt sich auf dem Flohmarkt, der durch private Händler betrieben wird, das eine oder andere Schnäppchen machen.

GA: Wie viel Vorbereitungszeit und Engagement von ehrenamtlichen Helfern stecken hinter einer solchen Veranstaltung?

Detlef M. Plaisier: Die „heiße Phase“ beginnt etwa zwei Monate vor der Veranstaltung. Vorher werden alle Veranstaltungen zum Jahreswechsel im Mühlenblatt angekündigt. Außerdem erkundigen wir uns bei den Ausstellern des Vorjahres, ob sie wieder an den Märkten teilnehmen möchten, und versuchen, zusätzlich neue Aussteller zu finden, was allerdings schwierig ist.

GA: Was können die Besucher das ganze Jahr über neben dem Handwerker- und Trödelmarkt in der Mühle erleben?

Detlef M. Plaisier:Wir befinden uns zur Zeit in einem Umbruch und versuchen so viele Veranstaltungen wie möglich aufrecht zu erhalten. Neben dem Handwerker- und Trödelmarkt findet jedes Jahr der Weihnachtsmarkt statt. Außerdem finden mehrere Lesungen in der Mühle statt. Und im Müllerhaus nebenan es gibt im Jahr sechs bis acht Kunstausstellungen des Kunstkreises. Des Weiteren hat die Teestube bei der Mühle von März bis Dezember an jedem Sonntag von 14 bis 17  Uhr geöffnet.

http://www.ga-online.de/-news/artikel/291934/Vielfalt-an-der-Muehle-Hahnentange

Detlef M. Plaisier zum Pressewart des Mühlenvereins Hahnentange gewählt / Ems-Portal, 26. Juni 2017

Der Vorstand des Mühlenvereins Hahnentange e.V. hat auf seiner Sitzung am 19. Juni 2017 den Journalisten und Autor Detlef M. Plaisier aus Surwold einstimmig zum neuen Pressewart gewählt.

Dazu erklärt Detlef M. Plaisier:

„Pressearbeit ist mehr als das Verteilen von Pressemitteilungen. Der Mühlenverein Hahnentange teilt das Schicksal vieler Vereine: Es fehlt der Nachwuchs im Ehrenamt. Es kommt dringend darauf an, einen festen und verlässlichen Helferstamm aufzubauen. Das erfordert Querdenken und viele Gespräche. Ebenso sehe ich es als meine Aufgabe an, gemeinsam mit dem Vorstand für die Mühle neue Nutzerkreise zu erschließen. Die Hahnentanger Mühle ist Technikerlebnis und kreativer Ort zugleich. Wir werden unseren Mitgliedern und Freunden bald neue attraktive Angebote unterbreiten.“

http://ems-portal.de/index.php/2017/06/26/detlef-m-plaisier-zum-pressewart-des-muehlenvereins-hahnentange-gewaehlt/

 

Lesung zum Tag der Bücherverbrennung am 10. Mai

 

Ich war überrascht, zum Tag des Gedenkens an die Bücherverbrennung vom Mai 1933 hier keine Aktionen zu finden, nicht mal einen Hinweis. Das möchte ich ändern.

Aber hat es in Ostfriesland überhaupt Bücherverbrennungen gegeben? Ich finde im Netz einen Hinweis, dass eine geplante Verbrennung in Aurich angesagt werden musste – mangels Büchern. Ich frage dazu Wilma Heinze:

„Über Bücherverbrennungen hier in Ostfriesland habe ich bisher nichts gefunden und auch nichts gehört. Die Ostfriesen hatten von jeher sozusagen ein „Unverhältnis“ zu allem Gedruckten. Es gab in den 1930er Jahren nur wenige Familien, die überhaupt einen Bücherschrank hatten, in den meisten Häusern waren ausser Bibel, Gesangbuch und Katechismus keine Bücher vorhanden. Die Kulturträger waren ausser ein paar Akademikerfamilien die grossbäuerlichen Familien und die bürgerlichen Kaufmanns- und Handwerkerfamilien, und die letzteren sprachen alle plattdeutsch, so dass die Überlieferung der traditionellen Kultur auf mündliche Art und Weise stattfand. Die Meldung aus Aurich, dass die Verbrennung mangels der infrage kommenden Bücher abgesagt wurde, ist für damalige ostfriesische Verhältnisse typisch.“

Ich bereite jetzt eine Lesung (oder auch mehrere) für die 85. Wiederkehr der Bücherverbrennung am 10. Mai 2018 vor. Mal sehen, was ich alles finde und wie die Reaktionen sein werden. Man kann sich ja nicht einfach auf die Straße stellen… oder vielleicht doch ….

Foto: Plakette zum Gedenken an die Bücherverbrennung 1933 in Erlangen / Urheber: Masteraah in der Wikipedia auf Deutsch / Creative-Commons-Lizenz